Die Selbstständigkeit und die fehlende Motivation

Die Selbstständigkeit und die fehlende Motivation

Mein Leben als Selbstständige

Als Selbstständige ist es gar nicht so einfach sich tagtäglich zur Arbeit zu motivieren. Manch einer sieht darin den Traum aller Menschen. Arbeiten wann man will und wo man will. Aber mit dieser Freiheit kommen auch die Probleme. Denn wenn man frei entscheiden kann, wann man arbeiten will, weiß man nie wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Mein Problem ist es tatsächlich den Moment zu finden, wo ich am konzentriertesten und vor allem am kreativsten bin. Leider schreit dieser Moment nicht „Hier“ auf, wenn er endlich da ist. So verpasse ich ihn meist und nehme dann, was ich kriegen kann, oder besser gesagt, das, was übrigbleibt an Zeit. Das ist dann irgendwann abends. Nach der Arbeit sage ich mir dann immer, morgen fängst du aber früher an. Sonst werde ich ja nie fertig. Doch am nächsten Tag beginnt das Trauerspiel von vorne. Es ist nicht so, dass ich die Arbeit nicht mag. Schließlich habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Aber genau hierin liegt auch das Problem. Einem Hobby geht man dann nach, wenn man auch Lust dazu hat und hört auch auf, wenn man genug hat. Doch einer Arbeit muss man am besten täglich nachgehen – man muss! Ich habe es schon immer gehasst, Sachen zu tun, die ich tun musste. Irgendwas hat sich dann immer in mir quergestellt und tut es noch. Ich rebelliere dann gegen mich selbst und will nicht mehr an meinem Buch arbeiten. Wäre es noch ein Hobby, hätte ich sicherlich keine Schwierigkeiten damit, doch weil ich dem nun jeden Tag nachgehen muss, blockiere ich mich täglich selbst.

Mir ist also klar, dass es eine reine Einstellungssache ist. Doch wie ändere ich diese? Soll ich versuchen, mich selbst zu belügen, indem ich mir sage, das ist immer noch nur mein Hobby. Genau wie früher. Also setz dich hin und mach einfach?

Nein! Ich denke, sich selbst verarschen kann man auch nur, wenn man es zumindest zu 90% auch selbst glaubt. Aber ich könnte mich selbst bestechen? Oder noch besser ein Wettlauf daraus machen. Jeden Tag schreibe ich eine Seite mehr und nach einem Monat, in dem ich täglich mehr geschrieben habe, winkt der Lohn. Das könnte dann eine Kanutour über die Ruhr sein, die ich mir schon so lange wünsche.

Frage an euch

Wie macht ihr das eigentlich? Habt ihr Ziele in eurem Leben, zu denen ihr euch nicht aufraffen könnt, sie endlich auch anzugehen? Trickst ihr euch auch aus? Oder setzt ihr euren Willen ein, um jeden Tag hart daran zu arbeiten?

Schreibt mir in die Kommentare oder auf Twitter und Co. Ich bin gespannt auf eure Antworten.

– Wenn man aus der richtigen Motivation handelt, schafft man es, sein Leben zu ändern. –