Kreatives Schreiben – Tag 97

Kreatives Schreiben – Tag 97

Kaila hatte ihre Freunde noch nicht erreicht, da flog ein Pfeil knapp an ihrem Ohr vorbei, um sich tief in den Hals der Maschine vor ihr zu bohren. Mit einem grellen Geräusch brach diese scheppernd in sich zusammen, während weißes Gas mit einem Mal aus der verletzten Stelle an ihrem Hals ausgestoßen wurde. Für eine Sekunde stand Kaila nur da und starrten auf die Maschine herab. Erst nach einer Weile schaffte sie es sich auf die andere Seite zu ihren Freunden vorzuarbeiten, als Jason sich augenblicklich herunterbeugte und nach dem Gewehr fasste, das die Maschine hatte fallen lassen.

Mit einem Ruck stieß die Maschine in dem Moment nach vorne und griff nach seinem Arm.

»AAHHR!« Mit ganzer Kraft versuchte Jason sich aus der metallischen Umklammerung zu lösen, die immer stärker zupackte und die Knochen seines Unterarms laut knacken ließ. Zeitgleich schoss ein feurig glühender Ball hinter ihr in die Menschenmenge hinein und unter all den widerhallenden Schüssen mischten sich Schmerzensschreie dazu, die Kailas Nackenhaare aufstellen ließen.

»Halt still!«, brüllte Greg und versuchte mit aller Kraft die mechanischen Finger zu lösen, die Jasons Arm immer stärker umschlossen. »Ich schaffe es nicht!«, krächzte Greg und zerrte an dem mechanischen Arm, während Jason immer lauter schrie.

Entschieden zückte Kaila dann ihren Dolch und schoss blitzschnell auf den Arm der Maschine zu, um in eines der gummiartigen Schläuche zu stechen, die an dessen Ellbogen hervortraten. Der Dolch glitt hindurch, als ob er auf keinen Widerstand treffen würde und braune, stinkende Flüssigkeit floss heraus, als der Arm schließlich erschlaffte.

Mit schmerzverzogenem Gesicht zog Jason seinen Unterarm aus der metallischen Umklammerung heraus, als ein weiteres riesiges Feuergeschoss auf sie zuflog, dass dieses Mal direkt neben ihnen aufkam. Funken sprühten und züngelnde Flammen schossen hoch, sodass Kailas Umhang binnen Sekunden in Flammen stand. Panisch riss sie ihn herunter und sprang soweit es ihr möglich war zur Seite, um dem Feuer auszuweichen, dass sich sofort über die aus Holz gebauten Geschäfte und Gaststätten zog.

In der nächsten Sekunde begann eine Frau hinter ihr in einem durchgehend hohen Ton zu schreien, das Kaila dazu trieb, sich die Ohren zuzuhalten.  

Anmerkung der Autorin:

Ermüdender Tag. Aber diese Szene war dennoch recht schnell geschrieben. Manchmal kommen die Ideen so schnell, dass ich mit dem Schreiben kaum mitkomme.

© Patrizia K. Werner 2019

Alle Rechte, einschließlich des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.

Dies ist eine fiktive Geschichte, Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, Orten und sonstigen Begebenheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.