Warum ich zu schreiben begann

Warum ich zu schreiben begann

Wohin führte mich mein Weg zu Anfang?

Jetzt erwartest du wahrscheinlich zu hören, dass ich schon immer schreiben wollte und als Kind bereits meine ersten Kurzgeschichten für meine kleine Schwester verfasst habe. Außerdem muss ich unendlich viele Bücher verschlungen haben, aus denen ich meine Lieblingspassagen rezitieren kann. Nun ja, so fangen zumindest die meisten Biographien von Schriftstellern an. Nur meine Geschichte passt da nicht hinein. Als ich nämlich klein war, wollte ich nie nur zuhause sitzen und lesen. Ich war in jeder freien Minute draußen. Ob Schnee oder Regen, nichts konnte mich und meine Schwester aufhalten. Klar, haben wir auch mal ein Fort gebaut, in dem wir uns mit den neusten Büchern verkrochen haben und erst wieder herauskamen, als es bereits dämmerte. Aber das kam nicht allzu oft vor.

So würde ich nicht behaupten, dass das als Vorbereitung für den Weg ausreichte, den ich nun eingeschlagen habe. Aber einen Vorteil sehe ich dennoch darin. Dadurch, dass ich kaum vor dem Fernseher gehockt habe, konnte sich meine Fantasie frei entfalten. Und so sponnen sich Geschichten in meinem Kopf, die ich damals in Zeichnungen und dem Gestalten von Comicgeschichten herausließ. Ich habe sie leider nie zu Ende gebracht, aber die Ideen hallen immer noch in meinem Gedächtnis nach.

Meine ersten Schritte beim fiktiven Schreiben

Jahre später – ich hatte bereits einen Bachelorabschluss in der Biologie – kam mein Mann auf die Idee, warum ich nicht meine Gedanken zum Umweltschutz, der mich schon sehr früh beschäftigte, in einem Blog veröffentlichte. Erst hatte ich Hemmungen, denn außer dem wissenschaftlichen Schreiben von Arbeiten für das Studium, hatte ich noch nie für andere geschrieben. Aber ich wagte es! Was hatte ich denn schon zu verlieren?

Der Anfang gestaltete sich allerdings sehr schwerfällig, denn die Zeit wurde immer knapper, da ich nebenbei für meinen Master in der Biologie lernte. So dauerte es weitere zwei Jahre, ehe ich die Idee mit dem Schreiben wieder aufgegriffen habe. Aber dieses mal war es mehr als nur ein Artikel. Meine Schwester und auch mein Mann bekräftigten mich darin einen Roman zu schreiben.

Mein erstes Buch

Eine Geschichte über unsere zukünftige Welt, die völlig anders ist, nachdem alle Umweltschutzmaßnahmen nicht geholfen hatten, sie zu retten, sollte mein erstes Manuskript füllen. Es fehlten nur noch die Charaktere und ein Hauptstrang, der zu dieser Welt passte. Das war schnell gefunden. Schwieriger wurde es erst, als es ans Schreiben selbst ging. Denn ich hatte keinerlei Erfahrung und besuchte auch keine Kurse für kreatives Schreiben. Ich fing einfach an und beobachtete, wohin es mich führte. Zum Glück war das weitere Jahr nicht verschwendet und belohnte mich mit knapp 200 DIN A4 Seiten und der Outline für ein zweites und drittes Band.

Nun bin ich am Ende des zweiten Bandes angelangt und überaus glücklich mit meiner Entscheidung, Schriftstellerin zu werden, auf dessen Idee mich die lieben Menschen aus meinem Umfeld gebracht haben. Ich würde behaupten, nichts falsch gemacht zu haben, auch wenn ich erst so spät zum Schreiben kam. Dennoch würde ich nicht sagen, dass mein Weg der einzig Richtige ist. Denn gerade in künstlerischen Berufen sind die Wege so zahlreich, wie deren Künstler selbst. Jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen, wie er zum Schreiben kam. Und jede dieser Geschichten ist auf ihre Weise lehrreich und bedeutsam.

Bin ich zufrieden mit meiner Entscheidung?

Nun bin ich am Ende des zweiten Bandes angelangt und überaus glücklich mit meiner Entscheidung, Schriftstellerin zu werden, auf dessen Idee mich die lieben Menschen aus meinem Umfeld gebracht haben. Ich würde behaupten, nichts falsch gemacht zu haben, auch wenn ich erst so spät zum Schreiben kam. Dennoch würde ich nicht sagen, dass mein Weg der einzig Richtige ist. Denn gerade in künstlerischen Berufen sind die Wege so zahlreich, wie deren Künstler selbst. Jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen, wie er zum Schreiben kam. Und jede dieser Geschichten ist auf ihre Weise lehrreich und bedeutsam.

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